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Oliver Neumann I Businessdoc zur Anpassung der Bedarfsplanungsrichtlinie 2019

Der Gesetzgeber hatte den gemeinsamen Bundesausschuss beauftragt, bis zum 1. Juli 2019 die geltenden Verhältniszahlen zu überprüfen und hierauf aufbauend die Planungsinstrumente weiter zu entwickeln.

Im Mai 2019 hat der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) eine überarbeitete Bedarfsplanung beschlossen. Das Bundesgesundheitsministerium hat zwei Monate Zeit zur Prüfung – bei nicht Beanstandung wird er im Bundesanzeiger veröffentlicht und tritt am Folgetag in Kraft. Das wäre der 30. Juni 2019. Mit Inkrafttreten haben die KVen sechs Monate Zeit, die neuen Vorgaben umzusetzen und die zu erwartenden zusätzlichen Niederlassungsmöglichkeiten pro Planungsbereich zu berechnen.

Zu den Neuerungen gehört, dass bei der Feststellung des Bedarfs neben der Zahl der Einwohner sowie deren Alter und Geschlecht, künftig auch noch stärker die Mobilität berücksichtigt wird. Aufgrund der des neuen Mobilitätsfaktors wurden die Verhältniszahlen aller Ärzte und Psychotherapeuten zur Einwohnerzahl in einem Planungsbereich neu berechnet. Für einige Fachgruppen wurde zudem das Versorgungsniveau systematisch angehoben.

Das bedeutet rund 3500 neue Niederlassungsmöglichkeiten – die wir im Einzelnen im Podcast beschreiben. Was der Gemeinsame Bundesausschuss natürlich nicht kann, ist das Problem eines Ärztemangels oder fehlender Bewerber auf eine freien Arztsitz zu lösen. Mit den neuen Niederlassungsmöglichkeiten gibt es noch keinen einzigen neuen Arzt am Patienten oder in der Versorgung!

Dieser Aufgabe haben wir uns bei Businessdoc zu eigen gemacht. Wir werden dafür sorgen, dass in Zukunft weniger freie Arztsitze in der ambulanten Versorgung vorhanden sind. Die Neuregelung der Bedarfsplanung kommt diesem Vorhaben deutlich entgegen.

Businessdoc, wir machen den Arzt zum Unternehmer.

Expertentipp: Unbedingt anhören.